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Im April 1990 schloss Leonard Bernstein seinen "Jahrhundert vertrag" mit der Deutschen Grammophon- Gesellschaft (Polygram). Dem Altmeister Bernstein, den laut eigener Bekundung vor diesem Vertragsabschluß nichts mehr überraschen könne, fehlten die Worte, als ihm DGG-Chef Holschneider (Polygram) ein Kunstobjekt schenkte, welches u.a. seine berühmte Candide-Arie spielte. Die anwesenden Reporter, allen voran der Londoner Starkritiker John Higgins, vergaßen ihre Fragen zu Vertragsbedingungen und finanziellen Details; sie drängten sich um das musizierende Kunstobjekt, die fortan als "Lenny-Bernstein Art-object“ or „Light & music machine" neuer Super-Star auf allen New Yorker Partys wurde.Lenny Bernstein sagte später, der Erfinder dieses Kunstobjektes müsse ein noch verrückterer Kerl und ein noch größeres Genie als er selbst sein. Dieses „Spielzeug“ schmückte fortan (bis zu seinem Tode) seinen Schreibtisch. 20 Jahre hat Daniel W.Kühn, Aktionskünstler aus Hamburg, gebraucht, um dieses Kunstwerk zu erstellen. Hunderte von Rädchen, Lampen und Elektromotoren bewegen sich im Takt der Musik. Es erscheint unvorstellbar, wie viel Aktionen auf dem Platz in der Größe einer Kaffeemaschine nebeneinander ablaufen. Manch einen erinnert das Werk an einen Kurzfilm, mit immer neuen Einfällen und Ansichten.
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Ein Ingenieursbüro sollte im Auftrag einer Marketingfirma dieses Modell kopieren; es gab auf bei einhunderttausend €uro Vorkosten. Und selbst der weltgrößte Hersteller von Verpackungsmaschinen (Körber) sah sich außerstande, ein zweites Exemplar dieses Kunstwerk herzustellen (die Fertigungskosten hätten mehrere Millionen €uro betragen; wobei niemand zusichern konnte, dass das Kunstwerk en miniature auch funktionieren würde. Im letzten Jahr hat der Künstler ein letztes Modell dieses Kunstobjektes hergestellt und dafür den begehrten 1.Preis des European Festival of Modern Art (Europa-Festival) zu Recht erhalten. Das Objekt hat er jetzt den Künstlern des VM+S zu Verfügung gestellt. Dieser Berufsverband der Musiker und Schauspieler Deutschlands darf es meistbietend versteigern; ein Überschuss kommt dem Heinz-Erhardt-Haus, einer Altersruhestätte für Künstler, zugute.
Im Laufe dieses Jahres wird das Kunstobjekt “Light- & musicmaschine” öffentlich ausgestellt - in Hotels, Szenekneipen und auf Messen. Jeder Interessierte kann ein Gebot abgeben, um dieses Kunstobjekt zu erwerben. Aber Vorsicht: ein bekannter Künstler aus dem Pop-Bereich will ebenfalls mitbieten!
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